Wiederöffnung des NS-DOK nach Angriff am Freitag, 16. Oktober

Die Eingangsbereiche des NS-DOK wurden in der Nacht auf Freitag, 16. Oktober von bislang unbekannten Tätern mit einer übelriechenden Flüssigkeit (Buttersäure) begossen. Die Stadt Köln hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

„Ohne den polizeilichen Ermittlungen vorgreifen zu wollen, müssen wir den Vorfall als gezielten Angriff auf die Gedenkstätte und die Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus in Köln begreifen. Wir verurteilen den Angriff scharf und werden uns davon nicht einschüchtern lassen.“ (Dr. Henning Borggräfe, Direktor)

Wir danken allen, die uns in diesen Tagen ihre Unterstützung und Solidarität auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringen.

Wegen Reinigungsarbeiten in Folge des Angriffs musste die Gedenkstätte am Wochenende geschlossen bleiben. Ab Dienstag, 20. Oktober, ist das NS-DOK wieder regulär ab 10 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen zur Einordnung der Situation finden Sie hier.

Willkommen im NS-DOK

Das NS-DOK ist der zentrale Ort für die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Köln und Umgebung. Als zeitgeschichtliches Museum und Gedenkstätte sammeln und bewahren wir Zeugnisse und Lebensgeschichten zur NS-Zeit, wir forschen und machen Ausstellungen. Mit Bildungs-, Beratungs- und Veranstaltungsangeboten richten wir den Blick auch auf die heutige Gesellschaft, wollen informieren und sensibilisieren. Gegenüber den Opfern der NS-Verfolgung und ihren Angehörigen sehen wir uns in besonderer Verantwortung. Sitz des NS-DOK ist die ehemalige Gestapo-Zentrale im EL-DE-Haus, mitten in Köln. In den Gefängniszellen im Kellergeschoss führen hunderte Wandinschriften der Häftlinge den nationalsozialistischen Terror eindrücklich vor Augen. Die in diesen Spuren dokumentierte und einst vom Haus aus organisierte Gewalt macht das NS-DOK begreifbar. Es stellt die vielfältigen Verflechtungen von städtischem Alltag und Verfolgung in den Mittelpunkt, aus denen sich auch Fragen nach dem Wissen und Handeln, dem Zustimmen und Mitmachen „ganz gewöhnlicher“ Kölner*innen ergeben.

In den kommenden Jahren werden die Dauerausstellung und weitere Bereiche des Museums schrittweise neugestaltet. Das Haus bleibt währenddessen für Sie geöffnet. Derzeit stehen alle Angebote ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Aktuell im NS-DOK

Unsere Angebote

Führungen

Das NS-DOK bietet im Haus und im Stadtraum Führungen zur Geschichte des Nationalsozialismus in Köln an. 

Workshops

Wir bieten Workshops zu Jugend im Nationalsozialismus, Rassismus, Antisemitismus und extreme Rechte an.

Lernräume

Hier finden Sie Informationen zu den Lernräumen Junges Museum, Remote Island und den Erzählcafés im NS-DOK.

Forschung & Sammlungen

Die Erforschung der Kölner NS-Geschichte und die Sammlung von Dokumenten, Fotos, Objekten und weiteren Quellen, die über diese Geschichte Auskunft geben, sind Arbeitsschwerpunkte des NS-DOK. Zudem bietet das NS-DOK eine öffentliche Präsenzbibliothek, die allen Interessierten für ihre Forschungen zur Verfügung steht.

Beratung

Sie recherchieren zur NS-Geschichte Ihrer Familie oder Ihres Viertels? Sie wollen rassistische und rechtsextreme Äußerungen in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld nicht akzeptieren und suchen Rat? Sie sind mit Antisemitismus konfrontiert oder wollen einen Vorfall melden? Hier finden Sie Unterstützung.

digital unterwegs

Seit seiner Gründung hat das NS-DOK zu zahlreichen Themen geforscht und die Ergebnisse auch digital zugänglich gemacht. Hier laden wir Sie zum digitalen Stöbern ein.

Datenbanken

Hier finden Sie unsere Datenbanken: Gedenkbuch der jüdischen Opfer, Stolpersteine, Zwangsarbeitslager und Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Onlineportale

Verschiedene Onlineportale und weitere Websites beleuchten einzelne historische Themen, die vom NS-DOK in zahlreichen Projekten erarbeitet wurden.

Besuchen Sie uns!

Hier finden Sie alle Informationen rund um Anfahrt, Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Wir freuen uns auf Sie!