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Gespräch

Do. 28. Mai. 2026
19:00 Uhr

Hitlers Gefolgsmann. Robert Ley – Mein Großvater, der Kriegsverbrecher

Robert Ley war Reichsorganisationsleiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Nach dem Krieg war er im Nürnberger Prozess einer der 24 Hauptangeklagten.

Sein Enkel Axel Spilcker (Journalist KStA) erzählt nun die Lebensgeschichte seines Großvaters und seiner Familie. Basierend auf exklusiven Dokumenten schreibt Spilcker eine deutsche Chronik, deren Fragen bis in die Gegenwart reichen. Wie geht man mit einem solchen Erbe um?

Abb: Reichsorganisationsleiter Robert Ley © Westdeutscher Beobachter

Für: Alle | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

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Vortrag

Do. 18. Jun. 2026
18:00 Uhr

Umgang mit Antisemitika im Ausstellungsraum

Die NS-Bildpropaganda hat insbesondere als jüdisch verfolgte Menschen gezielt abgewertet und entmenschlicht. Antisemitische Darstellungen sind heute vielerorts als Exponate in Museen zu sehen. NS-Erinnerungsorte stehen
dabei vor der Herausforderung, die Typisierung von Menschen im Nationalsozialismus zu erklären, ohne selbst Stereotype zu reproduzieren.

Dr. Angelika Königseder (Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin) spricht über die Bildwirkung von Antisemitika und stellt anhand von Beispielen aus der Dauerausstellung des NS-DOK und der eigenen kuratorischen Praxis Strategien des Zeigens vor.

Abb: Besucher*innen der Interventions-Ausstellung des NS-DOK © NS-DOK / Jörn Neumann

Für: Alle | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

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Lesung

Do. 02. Jul. 2026
18:00 Uhr

Mein Großvater, der Täter

1941 ermordeten die SS und ihre Helfer über 27 000 Jüdinnen*Juden im Wald von Rumbula. Die Gruben, in denen die Menschen erschossen wurden, konstruierte der SS-Offizier Ernst Hemicker. Verurteilt wurde er dafür nie. Sein Enkel Lorenz Hemicker wächst Jahrzehnte später mit einer vagen Ahnung auf, welches Verbrechens sich sein Großvater schuldig gemacht hat. Als sein Vater unerwartet stirbt, macht sich Lorenz Hemicker allein auf die Spur seines Großvaters nach Lettland. Im NS-DOK spricht er über die Fragen von deutscher Schuld und dem Wissen darum in den Familien.


Moderation: Dr. Annemone Christians-Bernsee (NS-DOK)

Wir bitten bei allen Veranstaltungen um vorherige Anmeldung unter nsdok@stadt-koeln.de

Foto: Buchcover »Mein Großvater, der Täter« © rowohlt

Für: Alle | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

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Gespräch

Do. 16. Jul. 2026
18:00 Uhr

Ludwig Bergsträsser: Mosaik aus bitteren Tagen. Kriegstagebuch 1939–1945

Ludwig Bergsträsser (1883–1960), Historiker und ehemaliger DDP Abgeordneter, gehörte zum Leuschner-Widerstandsnetz des 20. Juli 1944 und blieb unentdeckt. In seinem heimlich geführten Kriegstagebuch schildert er Alltag, Hunger, NS-Verbrechen und den gescheiterten Umsturzversuch. Das Buch erscheint 80 Jahre später erstmals im Schüren-Verlag, herausgegeben von Ludger Fittkau (Deutschlandradio). Die Illustrationen stammen von Charlotte Montag.
Moderation: Dr. Janosch Steuwer (NS-DOK)

Wir bitten bei allen Veranstaltungen um vorherige Anmeldung unter nsdok@stadt-koeln.de

Abb: © Charlotte Montag

Für: Alle | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

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Kurator*innenführung

Do. 03. Sep. 2026
20:00 Uhr

Kuratorinnenführung: Intervention! Wie erzählen wir NS-Geschichte heute?

Als das NS-DOK 1997 seine Dauerausstellung eröffnete, war ein Meilenstein erreicht: Anhand einer Fülle an Belegen räumte die Ausstellung mit dem weit verbreiteten Mythos auf, die Kölner*innen hätten dem Nationalsozialismus mehrheitlich ablehnend gegenübergestanden. Seitdem sind drei Jahrzehnte vergangen. Nicht nur das Wissen um die NS-Geschichte und deren Vermittlung haben sich weiterentwickelt, auch die Erwartungen an einen Ausstellungsbesuch haben sich verändert – und nicht zuletzt auch die Perspektiven des Teams im NS-DOK.

Bis zur Eröffnung unserer neuen Dauerausstellung in einigen Jahren kommentiert daher eine Intervention die bestehende Ausstellung: Ausgangspunkte sind einzelne Exponate, Texte oder Präsentationsformen, die heute kritisch gesehen werden können. Exemplarisch werden allgemeinere Fragen diskutiert, die sich aktuell beim Ausstellen von NS-Geschichte stellen: etwa zum Umgang mit Bildern von Gewalttaten, problematischen Begriffen oder diskriminierenden Darstellungen. Dazu möchten die Kuratorinnen mit den Besucher*innen ins Gespräch kommen.

 

Anmeldung per Mail an nsdok@stadt-koeln.de

Abb.: Über eine Web-App werden die einzelnen Stationen der Intervention erläutert. (NS-DOK)

Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Intervention! Wie erzählen wir NS-Geschichte heute?“

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Janne Grashoff, Dr. Hanne Leßau | Teilnahme: kostenlos

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Kurator*innenführung

Do. 05. Nov. 2026
20:00 Uhr

Kuratorinnenführung: Intervention! Wie erzählen wir NS-Geschichte heute?

Als das NS-DOK 1997 seine Dauerausstellung eröffnete, war ein Meilenstein erreicht: Anhand einer Fülle an Belegen räumte die Ausstellung mit dem weit verbreiteten Mythos auf, die Kölner*innen hätten dem Nationalsozialismus mehrheitlich ablehnend gegenübergestanden. Seitdem sind drei Jahrzehnte vergangen. Nicht nur das Wissen um die NS-Geschichte und deren Vermittlung haben sich weiterentwickelt, auch die Erwartungen an einen Ausstellungsbesuch haben sich verändert – und nicht zuletzt auch die Perspektiven des Teams im NS-DOK.

Bis zur Eröffnung unserer neuen Dauerausstellung in einigen Jahren kommentiert daher eine Intervention die bestehende Ausstellung: Ausgangspunkte sind einzelne Exponate, Texte oder Präsentationsformen, die heute kritisch gesehen werden können. Exemplarisch werden allgemeinere Fragen diskutiert, die sich aktuell beim Ausstellen von NS-Geschichte stellen: etwa zum Umgang mit Bildern von Gewalttaten, problematischen Begriffen oder diskriminierenden Darstellungen. Dazu möchten die Kuratorinnen mit den Besucher*innen ins Gespräch kommen.

 

Anmeldung per Mail an nsdok@stadt-koeln.de

Abb.: Über eine Web-App werden die einzelnen Stationen der Intervention erläutert. (NS-DOK)

Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Intervention! Wie erzählen wir NS-Geschichte heute?“

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Janne Grashoff, Dr. Hanne Leßau | Teilnahme: kostenlos